SkyPing

Keine Drittanbieter - wie SkyPing alles selbst beantwortet

Viele IP-Checker schicken deine Adresse an vier andere Dienste, nur um sie dir anzuzeigen. SkyPing beantwortet jetzt jede Abfrage auf eigenen Servern. Was sich geändert hat und was trotzdem noch rausgeht.

Skyfay
18. Oktober 2026 · 2 Min. Lesezeit
DatenschutzArchitekturnetd

Ein IP-Checker hat eine seltsame Aufgabe: Er zeigt dir etwas, das jeder Server ohnehin über dich weiss. Trotzdem geben viele dafür deine Adresse an andere Dienste weiter. Eine Geolocation-API, ein STUN-Server für den WebRTC-Test, ein Kartenanbieter für die kleine Markierung, manchmal ein eigener Dienst für den DNS-Leak-Test. Jeder davon sieht deine IP-Adresse und oft auch die Seite, von der du kommst.

SkyPing hat das bisher genauso gemacht. Seit diesem Update nicht mehr.

Was die Seite früher verlassen hat

Ein Besuch der IP-Abfrage hat bisher eine Geolocation-API über unverschlüsseltes HTTP aufgerufen, eine zweite als Ersatz, einen öffentlichen Dienst für deine IPv4- und IPv6-Adresse und eine eingebettete Karte mit deinen ungefähren Koordinaten in der URL. Der DNS-Leak-Test hat Bilder von einer fremden Domain geladen, und der WebRTC-Check hat einen öffentlichen STUN-Server gefragt.

Geheim war das nicht, nötig aber auch nicht.

netd, der Dienst hinter der Seite

Jede Abfrage geht jetzt an netd, einen kleinen Dienst, der neben der Website auf unserem eigenen Server läuft:

  • Standort und Netz kommen aus einer lokalen Kopie der DB-IP-Lite-Datenbanken. netd lädt die ganze Datei einmal im Monat herunter und beantwortet jede Abfrage aus dem Speicher, deine Adresse steckt also in keiner Anfrage.
  • VPN-, Tor- und Rechenzentrums-Erkennung nutzen Listen von Adressbereichen, die netd auf die gleiche Weise am Stück aktualisiert.
  • Der DNS-Leak-Test hat einen eigenen Nameserver für leak.skyping.ch. Wie das funktioniert, steht in einem eigenen Beitrag.
  • Der WebRTC-Check spricht mit unserem eigenen STUN-Server unter stun.skyping.ch.
  • IPv4 und IPv6 werden über v4.skyping.ch und v6.skyping.ch erkannt, zwei Namen, die es jeweils nur für ein Protokoll gibt.
  • WHOIS fragt per RDAP direkt bei der zuständigen Registry, ohne Proxy dazwischen.

Was trotzdem rausgeht

Manches lässt sich nicht lokal beantworten, und das soll auch dastehen:

  • Die Registry erfährt, welche Domain du mit dem WHOIS-Werkzeug abgefragt hast. Wer gefragt hat, erfährt sie nicht.
  • Der Reverse-DNS-Name deiner Adresse wird über einen Resolver abgefragt, der die Adresse als Teil dieser Anfrage sieht.
  • Ping und SSL-Check verbinden sich mit dem Host, den du eingibst, denn genau das ist ihre Aufgabe.

Selbst nachprüfen

Die Startseite listet jeden Host auf, mit dem sie beim Laden gesprochen hat, direkt aus der Resource Timing deines Browsers gelesen. Du kannst das mit dem Netzwerk-Tab deiner Entwicklertools vergleichen. Alles sollte auf skyping.ch enden.

Sieh selbst nach.
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